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Ein Theaterwanderung im Krimmler Achental auf den Spuren des jüdischen Exodus von 1947 (!)

in memoriam Marko Feingold.

                               Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnten oder wollten die meisten osteuropäischen Juden, die den Holocaust überlebt hatten, nicht mehr in Europa leben, wo ihre kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen zerstört worden waren. In den Jahren 1945 bis 1948 wurden etwa 250.000 Juden aus Osteuropa illegal in die westlichen Besatzungszonen geschleust. Hier lebten sie als "displaced persons" in Lagern, wie etwa dem Lager Givat Avoda (hebräisch für „Hügel der Arbeit“) in Saalfelden, doch ihr Ziel war Palästina – „Eretz Israel“. Nachdem der Reschenpass und der Brenner (beide in der französischen Zone) für Flüchtlinge nicht mehr passierbar waren, erkundeten Marko Feingold (1913-2019; zu unserem Nachruf) und der legendäre jüdische Bergführer Viktor Knopf, ebenfalls Überlebender mehrerer Konzentrationslager, den Weg über den Krimmler Tauern. Über 5000 Juden wurde so im Jahr 1947 die Flucht nach Italien und damit die Weiterreise nach Palästina ermöglicht. - TRAILER

Tell also the others, that one of the Israeli women who participated in the Sunday rainy walk was extremely thankful for the theatre and said it was not the same alpine peace crossing without it! Just as I myself thought.
(Guy Shachar, Israel)

TERMINE 2021

Freitag 25. Juni
Sonntag 27. Juni
Freitag 2. Juli
Samstag 3. Juli
Sonntag 4. Juli
Zusatztermine für Schulen und Großgruppen auf Anfrage

Gemäß der aktuellen COVID-19-Öffnungsverordnung müssen wir Ihren/Deinen/Euren negativen Corona-Bescheid (genesen, geimpft, getestet) kontrollieren.
COVID-Tests vor Ort
sind aus organisatorischen Gründen nicht möglich.
Wir ersuchen um Verständnis und bitten zur Erledigung aller Präventionsformalitäten bereits um

8:30 beim Tourismusbüro in 5743 Krimml sich einzufinden. Danke!

Start 9 Uhr

Hinweis:
25. Juni 17 Uhr APC Friedensdialog
26. Juni APC-Friedenswanderung

Informationen und Reservierung:
Tourismusverband Krimml: Tel. 0043 6564 7239 0 / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Vorverkauf (bitte mit Terminangabe) per Überweisung von EUR 35,-- p.P. auf unser Konto AT36 2060 7032 0004 2459
Erkundigen sie sich bitte zuerst, ob noch Plätze verfügbar sind! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - Danke! 


Die Veranstaltungen finden bei jedem Wetter statt!  Verkürzte Wanderungen und Szenen in trockenen Ausweichquartieren sind vorbereitet. Trotzdem Regenschutz, Sonnenschutz und Trinkwasser mitnehmen! Teilnahme auf eigene Gefahr! Hunde nicht erlaubt!  Voranmeldung unbedingt erforderlich!

Preis Schülergruppen/Jugendliche bis 18: EUR 25,-- pro Person
Preis regulär: EUR 35,-- p.P. / bei Gruppen ab 10 Personen EUR 30,--
(In allen Preisen inkludiert: EUR 18,-- für die Taxifahrten) 

Das teatro caprile folgt auf einer Tageswanderung im Krimmler Achental dieser illegalen Auswanderung jüdischer displaced persons im Sommer 1947. Während die Briten als Mandatsmacht über Palästina und die Franzosen über Syrien und Libanon eine legale Ausreise der Juden aus den österreichischen Lagern und vor allem ihre Einwanderung nach Palästina verhindern wollten, tolerierten die amerikanischen Besatzungstruppen in Oberösterreich und Salzburg diese Bewegungen und wies das österreichische Innenministerium die Krimmler Gendarmerie explizit an, „nicht aus dem Fenster zu schauen“ und dadurch den beschwerlichen Exodus – schließlich ging es in Gruppen von bis zu 200 Personen zu Fuß über den 2.634 m hohen Krimmler Tauern – geschehen zu lassen, damit sich das Problem quasi von selbst löse.

Organisiert waren diese Flüchtlingstrecks durch die hochalpine Landschaft damals von der jüdischen Fluchthilfeorganisation Bricha, die über ein engmaschiges Netz von Stützpunkten entlang der Fluchtrouten bis nach Süditalien verfügte. Doch es gab auch andere, die unentdeckt über die Grenze wollten....

In Szenen im freien Gelände auf dem Weg von Krimml (1.067 m Seehöhe) bis zur Windbachalm (1.880 m Seehöhe) wird nachgezeichnet, dass Palästina oder „Eretz Israel“ für die Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager sowie Juden aus Osteuropa, die in ihrer (ehemaligen) Heimat auch nach dem Holocaust antisemitische Ressentiments bis hin zu Pogromen erleben mussten, die einzige Hoffnung war. Im „Land der Väter“ wollten sie im Sinne Theodor Herzls einen jüdischen Staat gründen, der den Juden unter anderen Nationen eine friktionsfreie Zukunft als normale Nation ermöglichen sollte.

APC Krimml 2019 16 Mlczoch f HP
Foto: Peter Mlczoch, 2019

ABLAUF:

  • Treffpunkt: 8 Uhr 45 Tourismusbüro, 5743 Krimml
  • Start: 9 Uhr Musikpavillon, Krimml - 1. Szene
  • Wanderung zum Talpunkt der Krimmler Wasserfälle (ca. 25 Min.) - 2. Szene
  • Anstieg von ca. 300 Höhenmetern (ca. 60 Min.) über den Alten Tauernweg
  • Taxitransfers zum Krimmler Tauernhaus - 3. Szene im Krimmler Tauernhaus
  • PAUSE
  • Taxitransfers weiter ins Krimmler Achental - 4. Szene
  • Anstieg von ca. 45 Höhenmetern (ca. 15 Min.) über den Alten Tauernweg Richtung Windbach-Alm - 5. Szene
  • Anstieg von ca. 60 Höhenmetern (ca. 20 Min.) über den Alten Tauernweg Richtung Windbach-Alm - 6. Szene
  • Anstieg von ca. 60 Höhenmetern (ca. 20 Min.) über Fahrweg Richtung Windbach-Alm  - 7. Szene
  • Anstieg von ca. 60 Höhenmetern (ca. 20 Min.) über Fahrweg zur Windbach-Alm - 8. Szene und FINALE
  • Abstieg zum Krimmler Tauernhaus von ca. 250 Höhenmetern (ca. 60 Min.)
  • Taxitransport vom Krimmler Tauernhaus nach Krimml Zentrum
Recherche, Texte und Regie:

Andreas Kosek

Spiel:

Heide Maria Hager
Céline Nerbl
Astrid Perz
Gaby Schall
Ivana Stojkovic
András Sosko
Andreas Kosek
Baraka Sakin Musa Abdelaziz
Almhatma Sakin
Babiker Ahmad

Erzähler und Wanderbegleiter: 

Hans Nerbl

Weiterführende Links

Fotos 2019: Gottfried Perz

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Gefördert von: apc logo Eretz Gemeindelogo Hochkrimml 2010 01 eretz krimmler tauernhaus ERETZ Tauriska Logo RGB

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Weiteres dankt das teatro caprile Frau Ulrike Sprosec für die wichtige Initialunterstützung 2016, ohne die das Projekt nie umgesetzt werden hätte können!