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MONTEVIDEO
Uraufführung
Dragan Velikic

PREMIERE 24. November 2012 Kulturbahnhof Andelsbuch
WEITERS 26. November Theater am Kornmarkt - Foyer; Bregenz
28. November Remise Bludenz - Szenenausschnitte
ÜBERSETZUNG
Mascha Dabic
REGIE
Andreas Kosek
REGIEASSISTENZ
Maria Steinberger
CHOREOGRAFIE Ruth Grabher
KSENIJA Katharina Grabher
JOVAN Andreas Kosek
TANZ Ruth Grabher
7. Mai 2013

Universität Maribor - Filozofska Fakulteta Amfiteater
Besonderer Dank an Angelika Welebil !

3. Juli 2013
9. Juli 2013

10. Juli 2013


Ein sommerliches Spiel auf den Wellen - Dinner und Theater
Erleben Sie einen unterhaltsamen Abend in einer einmaligen Location direkt auf dem Bodensee. Es erwartete Sie ein 3-Gang-Menü im Restaurant Wellenstein und anschließend die Aufführung "Montevideo" auf dem Badehaus.

DREI AUSVERKAUFTE VORSTELLUNGEN ! - Presse - Presse

Seehotel Am Kaiserstrand
6911 Lochau bei Bregenz
Bodensee, Vorarlberg, Österreich


www.netzwerktanz.at

 

 

Boote und Zubehör in Hard !

 

Foto: Nebojsa Babic

Die österreichische Theatergruppe mit den derzeit intensivsten Austauschbeziehungen zum Balkan und Südosteuropa, nimmt sich in dieser Uraufführung des bekannten serbischen Autors Dragan Velikic an.
Velikic, ehemaliger serbischer Botschafter in Wien und nun wieder in Belgrad lebend, gilt als einer der anerkanntesten Kenner und Analytiker des Balkan, dessen literarisches Schaffen diese Region auch für Nichtkenner spannend und nachvollziehbar beschreibt.

In „Montevideo“ reisen der Diplomat Jovan und seine Frau Ksenija, eine ehemalige Schauspielerin, zu seinem nächsten Botschafterposten; nach Uruguay. Die Schiffsreise gerät zu einer ironischen und amüsanten Analyse ihrer Beziehung und zu einer Abrechnung mit den Altlasten ihrer früheren Beziehungen und ein wenig auch der (ex)jugoslawischen Geschichte.

Nicht ohne Witz zeichnet Velikic den serbischen Diplomaten, der unbedingt mitteleuropäisch sein möchte, während seine Frau, die ehemalige Schauspielerin, diesem Ordnungswahn, dieser schaumgebremsten Kleinkariertheit endlich Ade sagen möchte. Beachtenswert zudem, daß beide Figuren auf dem gesamten ex-jugoslawischen Terrain verortet sind, jenseits der aktuellen kleinstaatlichen nationalistischen Verbohrtheit.

Die Tänzerin Ruth Grabher, die sich immer wieder als kontrapunktischer Passagier einbringt, verleiht der Auseinandersetzung eine zusätzliche Dimenesion, einen eigenen Zauber.
Auf dem Schiff den Atlantik überqueren, der Gegensatz von unendlicher Weite des Meeres und dem begrenzten Raum, der über einen längeren Zeitraum hinweg nicht verlassen werden kann - Stimmungen, Emotionen, Enge und Weite, die Schönheit eines solchen Ambientes unterstreich ihr „erzählender Körper“.

Ksenija und Jovan retten nicht – wie westeuropäisch durchtherapierte Paare - ihre Beziehung, sondern vor allem ihre Liebe.

 JOVAN:
Aber gekümmert habe ich mich immer [um deine Kinder aus früheren Ehen], ich kann gar nicht anders. Und was jetzt? Ich habe dir vieles erlaubt. Du nimmst dir ganz schön viel heraus. Und ich, ich nehme auf meine alten Tage ein weiteres Mandat an. Uruguay! Was mach ich dort?

KSENIJA:
Ich liebe alles an dir, warum genügt dir das nicht? Angefangen bei unserem ersten Kuss neben dem Gebäude der Kapitanerie. Damals im Morgengrauen, als ich keine Ahnung hatte, was das alles zu bedeuten hatte, als ich gar nichts erwartete, nur dir zuhörte, dich ansah und dann der erste Kuss in meinem Leben passierte, der wirklich ein Kuss war; wenn das Gehirn sich ausschaltet und wenn alles nur der eine Wunsch ist, es möge niemals, niemals aufhören.

Fotos: Maria Steinberger

Foto: Nebojsa Babic

Dragan Velikic

ist der meistübersetzte serbische Autor im deutschen Sprachraum. Seine Essays und Kommentare erscheinen auch in renommierten deutschen Zeitungen.

Auf Deutsch erschienen u.a. Das Astragan-Fell (1992), Der Zeichner des Meridian (1994), Via Pula (2000), Dante-Platz (2004) [alle im Wieser Verlag], Der Fall Bremen (Ullstein 2002), Dossier Domaszewski (Marebuchverlag 2004), Das russische Fenster (München 2008); Velikic ist auch vertreten in Briefe aus Belgrad Hrsg. von Annemarie Türk (2011).

Mit MONTEVIDEO legt er sein erstes Theaterstück vor, das – gefördert von Kulturkontakt Austria – von Mascha Dabic für das teatro caprile übersetzt wurde.

Velikic wurde 1953 in Belgrad geboren, wo er heute wieder lebt. Aufgewachsen ist er in Pula (heute: Kroatien) und studierte Literaturwissenschaft in Belgrad. Dort wirkte er als Redakteur der unabhängigen Wochenzeitschrift "Vreme" und bis 1999 als Chefredakteur des regimekritischen "Radio B92".

2005 bis 2009 war er serbischer Botschafter in Österreich und erhielt 2008 den Mitteleuropapreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung.


oben: Am Kaiserstrand 2013 (Fotos: Walter Kegele) - unten: Premiere Andelsbuch 2012 (Fotos: Mark Német)

Zu den Aufführungen 2016 und 2017