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- eine österreichische Theaterperformance zum Ersten Weltkrieg und die ersten Jahre des Friedens und der Republik
Ursprünglich aus Anlaß des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg entstanden, hat Regisseur Andreas Kosek aus Akten und lebensgeschichtlichem Erinnerungsmaterial ein ungeheuer dichtes und bedrückend intensives Theaterstück inszeniert. Im Zuge des aktuellen historischen Diskurses und aufgrund des großen Erfolges erarbeitet teatro caprile eine neuerliche Erweiterung und stellt die verhängnisvollen Nachkriegsordnungen, die nicht zum Frieden, sondern zur „Misere der Kleinstaaterei“ (István Bibó) führten, in den Mittelpunkt der Betrachtungen.

Stationentheateraufführungen
11. und 12. Oktober, 19 Uhr Donauschwäbisches Zentralmuseum, Ulm

16. und 17. Oktober, 19 Uhr 30, Vorarlberger Museumswelt Frastanz (Schulgruppen willkommen!)

Obere Lände 3b
6820 Frastanz
Reservierungen:  +43(0)676 5440970 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
(Schulgruppen willkommen!)

!!! Der 18. Oktober entfällt leider wegen einer Terminüberschneidung in der Vorarlberger Museumswelt !!!

23. und 24. Oktober, 18 Uhr 30, Bezirksmuseum und Festsaal des Bezirksamts Leopoldstadt (Schulgruppen willkommen!)

Lift vorhanden! - EINTRITT FREI !
Karmelitergasse 9
1020 Wien
Begrenzte Plätze - Schulgruppen trotzdem willkommen!
Reservierungen: 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schlussdepeschen Brüssel JAP klein

Die nach der Demobilisierung in Deutschland und den Nachfolgestaaten der Habsburgermonarchie unheilvolle Konstellation in territorialer und binnenökomischer Hinsicht, sowie das „doppelte Trauma von Krieg und Niederlage“ (Franz Maciejewski in Lettre International) führten zu einem frei flottierenden Haß, der sich in der institutionalisierten Gewalt der Freikorpstruppen, ständestaatlichem Autoritarismus und einer zunehmend an nationalistischen Narrativen sich orientierenden Minder- und Mehrheitenpolitik äußerte.

Heutige Erinnerungskultur ebenso wie künstlerische und  theatrale Auseinandersetzungen stellen einerseits die Frage nach der Beschaffenheit des erinnerten und gedeuteten „Gedächtnisvorrats“ und schaffen andererseits neue, sinnlich erfahrbare Möglichkeiten zur Durchlässigkeit der gefertigten Erinnerung.

Teatro caprile setzt sich dazu mit der fiktional den Krieg als auch dessen Folgen verhandelnden Literatur eines Miklos Bánffy und Karl Kraus auseinander und webt dazu bislang unveröffentlichtes Material aus diplomatischen und politischen Akten ein. Inmitten eines „Schlachtfeldes“  Depeschen, Kindergedichten, biographischen Aufzeichnungen von Soldaten und Gefangenen und den Berichten jener Wissenschaftler, Mediziner und Künstler, die dem Krieg als Fortschrittsmotor huldigten, verfolgen Publikum und Schauspieler die Verheerungen des Schlachtens, die Fronttauglichmachung von Soldaten mittels quälender „Stromtherapie“, den kriegstreiberischen Unterricht für Volksschulkinder und die berührenden Berichte von Gefangenen und Heimkehrern, die sich nach Kriegsende in neuen Staaten, inmitten neuer Grenzen und ohne Papiere wiederfanden.

Die Besucherinnen und Besucher werden zu Mitreisenden in einem ZUG DER ZEIT. Kabel und Bänder assoziieren die Verwicklungen und Verwerfungen der historischen Umstände. Teatro caprile erarbeitet inmitten eines „Schlachtfeldes“ von Akten und Depeschen, eine Reihe von Tableaux, die sich dem Tarnen und Täuschen und doch schon wissen, dass es gar nichts anderes als Krieg geben soll, performativ und textlich und gesanglich nähern. Alles steht bereit, um eine alte Welt zum Verschwinden zu bringen; jene alte Welt, die schon lange ihre Gebrechlichkeit und das Erstehen der Moderne gespürt hat. Einer Moderne, die sich mit bis heute gültigen und wirksamen Vorstellungen von Krieg und Frieden in unsere Köpfe und Körper eingeschrieben hat.

Die lokale Verortung erhält den Vorzug vor einer an jedem beliebigen Ort reproduzierbaren Kulissenästhetik. Eine "caprile" Produktion in ihrer spezifischen Formensprache im Spannungsfeld von minimalem Einsatz an Mitteln und einem Maximum an Expression und inhaltlicher Vielschichtigkeit. - Mehr

Spiel & Gesang: Katharina Grabher, Heide Maria Hager, Andreas Kosek und
Martin Schranz, dem wir für das rasche und kreative EInspringen in die Produktion herzlich danken!!!!

In dankbarer Erinnerung an Dr. Rudolf Agstner

Medienberichte zu den Vorfassungen

vol.at, 2018
Augsburger Allgemeine
Montafon-TV

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