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Ein Theaterstück zur Wirtschaftsgeschichte des Walgaus

mit besonderere Berücksichtigung der k.k. Baumwollspinnerei Douglass in Thüringen und dem Nachfolgebetrieb unter Ing. Kastner

Wiederaufnahme WANN 
17. - 19. Oktober 24 - 19 Uhr
20. Oktober 24 - 17 Uhr

Wiederaufnahme WO 
Hangar 3 der Fa. WUCHER Helicopter
Obere Werkstrasse 2
6721 Thüringerberg
(fürs Navi ! Vorsicht, der Hangar befindet sich an der Lutz im Tal zwischen Thüringen und Ludesch)

Infos zum Ticketing demnächst !!!

Nach der ausverkauften Premiere am 12. Oktober 2023, waren auch die Folgetermine 13.-15.10. ausverkauft!
Villa Falkenhorst
Flugelin 3
6712 Thüringen

Zur Fotostrasse (Fotos Mark Német)

Der Bogen spannt sich von der Not der Landbevölkerung durch die Realteilung zum Aufschwung der Region durch die Textilindustrie, von den Verwerfungen durch die Transformation von bäuerlichen Arbeitsabläufen nach Wetter und Jahreszyklus zur vielstündigen reglementierten Lohnarbeit, von den Anfeindungen der reformierten Arbeiter aus der Schweiz zur Gründung der evangelischen Kirchengemeinde Vorarlbergs durch die zugewanderten Adelsfamilien Douglass und Pöllnitz in den 1860ern, von den Vorurteilen gegen die katholischen aber italienisch sprechenden Gastarbeiter aus dem (damals noch österreichischen) Trentino zu den Anfeindungen des "Halbjuden" Ing. Rudolf Kastner während der Zwischenkriegszeit und der NS-Herrschaft, von der allgemein verbreiteten Kinderarbeit zu den Kämpfen für den 8-Stundentag bis hin zu den Freiheiten durch eigenes EInkommen.

Die Interdependenzen von Fortschritt und Rückschritt, neue Abhängigkeiten versus alte Gewissheiten, Emanzipation von agrarischen Familienstrukturen durch die Lohnarbeit von Frauen und Kindern, der frische kulturelle Wind den die kunstaffinen evangelischen Industriellenfamilien ins Land brachten, erste Globalisierungsstrategien der Moderne und die Ablösung des Walgauweinbaus durch Importweine, sowie die Gründungen von Brauereien zur Nahrungsergänzung für die werktätigen Massen, bilden den Rahmen für das Projekt „Fabrikler“.

Dass gerade in diesem Spannungsfeld die katholische Kirche kulturelle und religiöse Vorbehalte instrumentalisierte und sich als „christlich-sozialer“ Gegenpol zur Ausbeutung durch auswärtige Industrielle positionierte, wäre weiterer Forschungen und Bearbeitungen würdig und mag ein gewichtiger Grund sein, weshalb gewerkschaftliche und sozialdemokratische Bewegungen nie wirklich Fuß fassen konnten.

Wie umfassend die Innovationen von Eisenbahn, Wasserkraft und Fabriksansiedlungen bis heute wirken, wird im Projekt „Fabrikler“ nachvollziehbar gemacht.

Recherche, Regie und Schauspiel: Andreas Kosek
Katharina Grabher: Schauspiel und Gesang
Ruth Grabher: Schauspiel und Tanz
Karl Müller: Schauspiel
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(Fotos: Wolfgang Burtscher, Maria Etlinger und Andreas Kosek)
 
Herzlichen Dank an unsere Unterstützer: 
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